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Gentleman Club: Vom Londoner Herrenclub zum Barbershop

Der Gentleman Club war über Jahrhunderte der Ort, an dem Männer unter sich waren. Heute übernimmt diese Rolle oft ein anderer Raum: der Barbershop.

Das Wort „Gentleman Club“ lässt an schwere Ledersessel, Zeitungen und gedämpfte Gespräche denken. Das Bild ist nicht falsch – es stammt aus dem London des 18. und 19. Jahrhunderts. In diesem Beitrag schauen wir uns an, woher die Idee kommt, was einen klassischen Herrenclub ausmachte und warum wir unseren Barbershop in Köln Gentlemen Barber Clubs genannt haben.

Wie die Herrenclubs entstanden

Am Anfang standen Kaffee- und Schokoladenhäuser. In London trafen sich dort im späten 17. Jahrhundert Kaufleute, Politiker und Adlige, um zu reden, zu lesen und Geschäfte zu machen. Aus einigen dieser Häuser wurden geschlossene Gesellschaften. White's, hervorgegangen aus einem 1693 gegründeten Schokoladenhaus, gilt als ältester der Londoner Clubs. Im 18. Jahrhundert folgten weitere wie Boodle's und Brooks's.

Ihre große Zeit hatten die Clubs im 19. Jahrhundert. Rund um die Straßen Pall Mall und St James's in London entstand ein ganzes Viertel davon. Ein Club war das zweite Zuhause seiner Mitglieder: Man aß dort, las, schrieb Briefe und traf Gleichgesinnte.

Was einen klassischen Gentleman Club ausmachte

Die Kehrseite gehört zur Geschichte dazu: Die alten Clubs waren exklusiv. Wer hineinkam, entschieden Herkunft und Beziehungen. Das ist nicht das, was wir heute darunter verstehen wollen.

Der Barbershop: der Club für alle

Parallel zu den vornehmen Clubs gab es immer einen Ort, der dieselbe Aufgabe für alle erfüllte: den Barbershop. Dort traf sich die Nachbarschaft. Man wartete, redete, hörte zu, erfuhr das Neueste. Der Besuch beim Barber war Ritual und Pause zugleich – ganz ohne Aufnahmeverfahren.

Genau hier schließt sich der Kreis. Was vom Gentleman Club bleiben sollte, ist nicht die Exklusivität, sondern das Gefühl: ein Ort mit Stil, an dem man willkommen ist und zur Ruhe kommt.

Warum wir Gentlemen Barber Clubs heißen

Unser Laden entstand aus der Idee, dass es keinen Rückzugsort für Herren gab. Wir wollten einen schaffen – für Männer jeden Alters. Den Club-Gedanken haben wir wörtlich genommen, aber ohne Türsteher: Auch wer keine Dienstleistung braucht, ist bei uns willkommen, sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen.

Die Einrichtung greift die Welt der alten Clubs bewusst auf: Chesterfield-Sofas, eine hohe Stuckdecke mit Kronleuchter, dunkle Wände, goldgerahmte Spiegel. Wie das zusammenpasst, beschreiben wir in Die Idee hinter dem Gentlemen Barber Club.

Was einen Gentleman heute ausmacht

Der Gentleman von heute definiert sich nicht über Herkunft, sondern über Haltung:

Zum gepflegten Auftreten gehören Haare und Bart. Was das im Barbershop bedeutet, steht im Beitrag Barbershop für Gentlemen.

Dein Platz im Club

Einen Mitgliedsantrag gibt es bei uns nicht. Ein Termin genügt:

Alle Leistungen stehen unter Leistungen und Preise. Wie dein erster Besuch abläuft, liest du im Ratgeber Dein erster Besuch, Schritt für Schritt.

Gentleman Clubs in Literatur und Film

Kaum ein Ort wurde in der englischen Literatur so oft beschrieben wie der Club. In Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“ schließt Phileas Fogg seine berühmte Wette im Londoner Reform Club ab. Bei Sherlock Holmes verbringt dessen Bruder Mycroft seine Tage im Diogenes Club, einem erfundenen Club, in dem Sprechen verboten ist. Solche Geschichten haben das Bild geprägt, das wir bis heute im Kopf haben: Ledersessel, Kaminfeuer, gedämpftes Licht.

Dieses Bild wirkt bis in die Gegenwart. Wer heute eine Bar, eine Lounge oder einen Barbershop einrichtet und dabei zu dunklem Holz, Leder und Messing greift, zitiert die Welt der alten Clubs.

Der „dritte Ort“

Der Soziologe Ray Oldenburg hat Ende der 1980er-Jahre beschrieben, warum Menschen neben Zuhause und Arbeit einen dritten Ort brauchen: einen Platz, an dem man ohne Verpflichtung Zeit verbringt, andere trifft und zur Ruhe kommt. Cafés, Kneipen und Friseurläden nannte er als typische Beispiele.

Der Gentleman Club war so ein dritter Ort für wenige. Der Barbershop war es für alle. Und er ist es wieder geworden: In einer Zeit, in der vieles online stattfindet, schätzen Männer einen Ort, an dem man eine halbe Stunde lang nichts tun muss, außer dazusitzen.

Was man von den alten Clubs lernen kann

Wie sich das beim Barber anfühlt, beschreibt der Ratgeber Barbershop Köln. Wer sich allgemein über den Beruf informieren will, findet alles im Beitrag über den Barber.

Häufige Fragen zum Gentleman Club

Was ist ein Gentleman Club?

Ursprünglich ein privater Club für Herren, wie er im 18. und 19. Jahrhundert in London entstand: ein Ort zum Essen, Lesen und für Gespräche unter Mitgliedern.

Ist Gentlemen Barber Clubs ein Club mit Mitgliedschaft?

Nein. Wir sind ein Barbershop in Köln. „Club“ steht für die Atmosphäre – jeder ist willkommen.

Wo finde ich euch?

In der Kyffhäuserstraße 49 in Köln. Alles Weitere steht im Beitrag Barbershop Köln und in den häufigen Fragen.

So erreichst du uns

Gentlemen Barber Clubs findest du in der Kyffhäuserstraße 49, 50674 Köln, in der Neustadt-Süd. Geöffnet ist Montag bis Mittwoch von 9 bis 19 Uhr, Donnerstag und Freitag von 9 bis 20 Uhr und Samstag von 9 bis 17 Uhr.

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